Pickup um 3 Uhr in der Früh – auf in die sauberste Stadt der Welt, Singapur! Gespannt waren wir. Auf uns wartete nicht nur eine Woche voller Sightseeing sondern auch eine aufregende Nacht im Marina Bay Sands Hotel. Das Marina Bay Sands ist quasi zu einer Institution Singapurs geworden und da dachten wir, das müssen wir doch auch mal gesehen haben. Direkt bei Ankunft durften wir das Zimmer in der 40. Etage mit city view beziehen. Nach einer halben Stunde Staunen über diesen unfassbaren Blick aus unserem Zimmer ging es hoch in den 57. Stock. Ab in den längsten und höchsten Infinity Pool der Welt. Ein wirklich aufregendes Erlebnis. Mit ein Paar Bierchen (14S$ für 0,3l) haben wir uns es bis zum Nachmittag dort richtig gut gehen lassen. Ausklingen lassen wollten wir den Abend mit einem romantischen Essen in einem der renomierten Sternerestaurants des Hotels. Doch die romantische Stimmung kam nicht ganz rüber. Das Hotel ist einfach unfassbar groß und umgeben von einer riesigen Shoppingmall, in der sich die besagten Restaurants befinden.
Also haben wir uns entschieden unser Dinner im Food Court der Mall mitzunehmen und dieses in unserem Zimmer mit der wunderschönen Aussicht zu verputzen. Ich denke, die Fotos beschreiben viel mehr, als wir hier in tausend Worten beschreiben könnten. Es war einfach wunderschön und romantisch dazu.
Fazit: Es war definitiv eine coole Erfahrung, aber wiederkommen würden wir nicht unbedingt, da der stolze Preis von 400€ pro Nacht ein ordentliches Loch in die Reisekasse schlägt und der Pool inkl. Skyline auch nach 5 Stunden immer noch gleich aussehen wird.

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Am nächsten Morgen (natürlich auf die letzte Sekunde um 11.00 Uhr) haben wir ausgecheckt und machten uns auf den Weg in unser Hostel, was fußläufig zu erreichen war. Also auch wieder eine Top Lage – direkt am Boat Quay. Zu unserem Hostel-Feedback kommen wir später :-)
Da in den letzten 24 Stunden nicht an Sightseeing zu denken war, haben wir damit schnurstracks begonnen. Auf nach Chinatown. Für alle, die noch nie ein „typisches“ Chinatown gesehen haben, ist es ein kleines Erlebnis. Neben all den niedlichen „Shophouses“ ist Singapur’s Chinatown von vielen Essensständen (Stalls), Tempeln und Moschen geschmückt. Es wirkt im ersten Moment wie ein kleiner Kulturschock, aber ein durchaus schöner Schock. Zudem gibt es die eine oder andere günstige Shoppingmöglichkeit. Nach einer kleinen chinesischen Stärkung (es gab traditionellen fried Carrot Cake & ein verrücktes Entengericht) ging es auf ins nicht unweit gelegene Viertel „Little India“. Viel lässt sich im Grunde über Littel India nicht berichten, außer dass es genauso wie Chinatown aussieht. Nur eben mit dem indischen Touch. Auch dieses Viertel besitzt viele süße bunte Shophouses, Essensstände und Shoppingmöglichkeiten. Also erstmal ab zurück ins Hostel, genug für einen ersten Tag Sightseeing. Nebenbei sei erwähnt, dass wir sehr viel gelaufen sind. Man kann vieles super zu Fuß erreichen, aber Singapurs Verkehrssystem ist auch top und günstig zugleich.

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Die kommenden Tage waren ein bunter Mix aus Sightseeing (i.e. Kampong Glam, Mount Faber, Orchard Road & Emeraldhill Road, Sentosa Island, Singapore River Walk etc.), Schlendern und Schlemmen.

Ein besonderes Highlight für uns ist definitiv die Lightshow im Gardens by the bay gewesen. Unwissend und ohne Erwartungen haben wir uns ein paar Bier im Fair Price Supermarkt gekauft (2S$ pro Dose) und sind kurz nach dem Sonnenuntergang Richtung Gardens by the bay gelaufen – hier hin kommt man übrigens am Besten über die Skybridge im Marina Bay Sands. Um 19:45 fing dann eine sehr schöne Lichtershow an, die wir von der Plattform aus sehr genossen haben. Viele Touristen haben diese Show wohl nicht auf dem Schirm gehabt, da fast parallel, nämlich um 20 Uhr, eine Lasershow vom Marina Hotel im Habour losging, was die Crowd bei uns in Grenzen hielt.

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Nachdem wir unsere Sightseeing Liste nach und nach „abgehakt“ haben, hat uns der nachmittagliche Kaffee immer wieder ins arabische Viertel Kampung Galm gelockt. Hier reihen sich in der Haji Lane, Bali Lane (unsere Lieblingsgasse! Wer hätte es gedacht?) und Arab Lane Cafés und Restaurants aneinander, die von klassisch traditioneller Küche bis Hipster-Organic-Quinoa-Cookies alles bieten. Für uns war das „I am…“ ein netter Laden, in dem wir für ca. 14S$ verrückten bunten Kuchen und leckeren Kaffee geschlemmt haben.
Auf dem Rückweg in unser Hostel, was ca. 1,5 km Fussmarsch waren, sind wir immer am berühmten Raffles Hotel vorbei gekommen. Das im kolonialstil gehaltene 5* Hotel gilt als Geburtsstätte für den sog. Singapore Sling. Bei stolzen 35S$ dachten wir uns aber, dass ein 2S$ Bier am Hafen doch viel romantischer ist :-)

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Shopping, was in Singapore als absoluter Volkssport gilt, stand nicht zwangsläufig auf unserer Liste. Trotzdem haben wir der Orchard Road eine Chance gegeben und sind einen 3/4 Tag auf und ab gelaufen. Was sollen wir sagen, sie ist nicht unbedingt besser als der Kudamm in Berlin und deshalb für uns auch nichts super spektakuläres gewesen. Was wir jedoch ziemlich cool fanden, war die Emeraldhill Road, die von der Orchard abgeht. Hier findet man kleine bunte Häuser in Mitten der Wolkenkratzer, die bevorzugt von Expats bewohnt sind. Ein kleiner Spaziergang den Hügel hoch ist es definitiv wert.

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Neben dem vielen Sightseeing sehnten wir uns nach ein wenig Beachlife. Auch hier hat Singapur einiges zu bieten, dachten wir und machten uns auf nach Sentosa Island. Zu unserem Erstaunen haben wir festgestellt, dass die Insel mehr einem Freizeitpark als einer verlorenen Schatzinsel gleicht. Es hat erstmal ein Weilchen gebraucht bis wir an den besagten Stränden (Siloso Beach, Tanjong Beach & Palawan Beach) ankamen. Entlang den Universal Studios, einigen Schwimmbädern und dem Aquarium sind wir dann endlich am Ziel der Erholung angekommen. Durchaus gibt es dort die eine oder andere sehr schöne Palme aber der Funke wollte einfach nicht überspringen. Oder wir sind einfach zu verwöhnt – das wird es wohl sein 😉
Wiederkommen werden wir dorthin jedenfalls nicht!

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Abschließend noch ein kleines Feedback zu unserem Hostel (5footwayInn @BoatQuay): Die Lage des Hostels ist wirklich Top. Wir hatten von der Terasse einen wirklich sehr schönen Blick auf den River und das Marina Bay Hotel, was sowohl tagsüber als auch nachts beeindruckend war. Der Rest war leider nicht so cool. Unser Zimmer glich einer Zelle in der JVA, ohne Fenster inklusiver Pumastallgeruch. Zudem war es sehr laut, wir raten also jedem, sich ordentlich Ohropax einzustecken. Das Zimmer hat uns ca. 45€/Nacht inkl. Frühstück gekostet. Wir haben es ertragen können, sicherlich auch vor dem Hintergrund, dass wir wussten was uns wieder schönes auf Bali erwartet.

In diesem Sinne genießt die Galerie, wir hören uns bald wieder! ZU DEN RESTLICHEN FOTOS