Ich sitze gerade ganz unverschämt an einem der gechilltesten Orte der Welt und schlürfe genüsslich eine Kokosnuss während ich mir überlege, was ich alles Schönes über Nusa Lembongan schreiben will. Schaue ich rechts von mir sehe ich die schöne Bucht Lembongan’s, schaue ich links von mir, sehe ich Timo im Wasser surfen und geradezu schaue ich auf den Mount Agung (größter Vulkan auf Bali). Geht es eigentlich noch besser?  Wir waren schon öfters auf Nusa Lembongan, eine Insel südöstlich von Bali, die Teil einer Gruppe von drei Inseln ist. Nusa Lembongan, Nusa Ceningan und Nusa Penida. Das letzte Mal ist jedoch schon wieder 6 Jahre her. Wir waren also gespannt wie ein Flitzebogen, was sich alles verändert hat. Beginnen wir gleich einmal mit dem Hinweg. Früher sind wir mit einem der „Local“ Boote vom Hafen in Sanur ca. 1 1/2 Stunden nach Lembongan geschippert. Gekostet hat uns das ca. 50.000 IDR pro Strecke und war manchmal recht abenteuerreich wenn man zwischen Hühnern und anderen lustigen Dingen gesessen hat, die auf die Insel transportiert wurden. Ein anderes Mal konnten wir uns aber auch ein Platz auf dem Dach des Bootes sichern und hatten wirklich eine göttlich schöne und entspannte Aussicht während der Fahrt. Wir waren erstaunt, dass man jetzt wohl kaum noch an ein Local Boot herankommt. Es gibt nur noch Speedboote, die dich innerhalb einer halben Stunde auf die Insel bringen. Kostspieliger ist das Ganze sicher auch. Man kann ein Speedboot zwischen 150.000 und 250.000 IDR pro Weg wählen. Unterscheiden tun sie sich wohl nur, ob Schwimmwesten vorhanden sind oder nicht. Da wir auch älter geworden sind, sagte wir uns: Safety first, also hat uns die Hin- & Rückfahrt 1.000.000 IDR gekostet, was eigentlich gerade mal ca. 13€ pro Person pro Strecke sind und entspannter ist es wirklich auch. Auch unseren Roller und die Helme durfte wir beim Anbieter in Sanur sicher parken (ob noch alles dran ist, werden wir sehen, wenn wir zurück sind) und sonst ist man durchaus gefühlt in nullkommanichts am Ziel angekommen.

 

Mit unserer Unterkunft waren wir auch recht zufrieden. Das „Kawans Inn“ ist ein recht neues Bed & Breakfast und nur ca. 5 Gehminuten vom Strand entfernt. Da wir die Jahre zuvor immer in den Hügeln Nusa Lembongan’s geschlafen haben waren wir jedoch etwas wehmütig „unten“ zu schlafen, aber wir wollten auch mal etwas Neues ausprobieren.

Einen Roller mieten sollte man hier in jedem Fall (wenn man die Inseln erkunden möchte), was sich recht einfach gestaltete. Unser Gastgeber, der sich mit dem Namen Skinny vorstellte (er war wirklich sehr dünn) brachte uns gleich zu einem Händler und wir bezahlten 60.000 IDR pro Tag (auf Bali zahlen wir 17,000 IDR am Tag). Im nachhinein etwas teuer, denn wir hatten eine richtige Klapperkiste bekommen. Eigentlich müsste ich jetzt einen Besen fressen. Ich hätte im Leben nicht gedacht, dass wir mit diesem Teil heil und noch im ganzen Zustand über die Inseln kommen. Aber bisher (Toi Toi Toi) ist alles gut gegangen und wir reisen morgen Früh ab.

Wer dachte, die Strassen auf Lembongan seien eine Katastrophe, der war noch nicht auf Ceningan. Ein echtes Abenteuer, aber Timo und ich haben auch unfassbar viel gelacht. Unser Tipp: nehmt die (Off road) Strassen und Mopeds hier mit Humor, was anderes bleibt euch eh nicht übrig. Unser Highlight war eine Situation, in der wir einen steilen Hügel hoch fahren mussten. Da unser Moped aber mit so wenig Pferdestärke wie es nur geht ausgestattet war sind wir vielleicht mit gerade mal gequälten 1 km/h den Hügel hochgekommen als plötzlich ein Indo (die besitzen hier komischerweise richtige Knattermaschinen) uns auslachend an uns vorbeipreschte. Er hat uns nicht wirklich ausgelacht sich aber durchaus köstlich über unsere Situation amüsiert. Naja, wir ja auch 😉

Kommen wir zu unseren „Ausflügen“. Man kann es nicht richtig Ausflug nennen, weil die Inseln so klein sind, dass man im Grunde alles an einem Tag besichtigen kann, wenn man die Hetze mag. Da wir aber etwas entspannter unterwegs sind, haben wir uns maximal zwei Sehenswürdigkeiten pro Tag vorgenommen.

Nusa Lembongan

Mushroom Bay:

Ein durchaus sehr schöner Strand, vielleicht sogar mit der Schönste auf Lembongan. Das Wasser ist türkisklar und lädt zum sich abkühlen ein. Was das Bild allerdings etwas stört ist der Massentourismus, den man dort täglich erlebt (siehe Foto). Nicht nur die Tagestouren aus Bali machen dort halt, sondern auch die Gäste der „schwimmenden Partyinseln“ direkt vor Nusa Lembongan.

Dream Beach:

Ein auch sehr schöner aber etwas mehr relaxter Strand. In einer kleinen süßen Bucht lässt es sich wirklich sehr gut entspannen und in einem angeschlossener Beachclub kann man günstig die eine oder andere Abkühlung genießen.

Devil’s Tears:

Insbesondere während der Flut ein tolles Erlebnis. Man könnte stundenlang den gewaltigen Wellen,  die an die Felsen preschen zuschauen.

Coconut Beach / Tamarid Beach / Playground:

Coconut Beach und Tamarid sind die beiden Strände, von denen man zum Playground Surfspot paddeln kann. Nix wirklich besonderes, aber immer noch wunderschön.

Shipwreck:

Die wohl berühmteste Welle auf Lembongan, welche auch oft von gecharterten Booten angesteuert wird. Strömungen, flaches Riff und ordentliche Clean up Sets sorgen dafür, dass man immer auf Trapp bleibt.

Light House:

Entweder haben wir diesen besonderen Leuchturm nicht gefunden oder er gleicht einfach einem simplen Strommast (,wie wir zumindest vermuten)

Gegessen haben wir auf Lembongan auch ganz gut, obwohl wir durch Bali sehr verwöhnt waren. Unser Frühstück haben wir in unserer Unterkunft erhalten. Es gab für uns täglich einen Banana Pancake und Bali Coffee, man hatte aber auch täglich die Wahl zwischen Pancake, Ei oder Toast. Ein richtiges Frühstückslokal gibt es hier nicht wirklich, daher empfehlen wir, einfach das zu nehmen, was in der Unterkunft angeboten wird. Vormittags, Nachmittags oder Abends kann man super im „The Deck“ abhängen. Unser Highlight auf der Insel, was eine gechillte Lokalität angeht. Hier hat man wirklich die beste Aussicht und erhält die beste Kokosnuss, die ich bislang getrunken habe (25.000 IDR). Wenn Timo surfen war und ich mal eine Auszeit vom Sunbathing brauchte bin ich super gerne hier her gegangen und habe einfach mal genossen oder wie gerade jetzt, am Blog geschrieben.

Abends bietet sich das „Lemon Grass“ an. Dort hat man die Wahl zwischen indonesischer oder westlicher Küche. Beides sehr schmackhaft und preislich top. Nasi Goreng (auch das beste, was ich bisher gegessen habe) 29.000 IDR und ein Club Sandwich mit Fries 50.000 IDR. Auch das Mamma Mia an der südlichen Küste Lembongan’s ist zu empfehlen. Hier haben wir Mittag gegessen (Kare Sayur 40.000 IDR). Auch hier besticht wieder diese tolle Aussicht auf das Wasser und der Blick auf Nusa Ceningan.

Nusa Ceningan

Yellow Bridge:

Wir sind zunächst von einer sehr abenteuerreichen Hängebrücke ausgegangen, die Nusa Lembongan und Ceningan verbindet aber so viel Abenteuer war es dann auch nicht über sie drüber zu fahren. Was sehr praktisch ist, man ist in nullkommanichts auf Nusa Ceningan.

Blue Lagoon:

An sich auch ein sehr entspannter Ort, um den Wellen zuzuschauen, wie sie an die Bucht preschen. Haken hinter und weiter gehts.

Mahana Jumping Point:

Wie wir finden ein mega entspannter Ort, um eine Coke zu trinken, den Surfern im Wasser zu zu schauen oder den Adrenalin-hungrigen beim Klippenspringen zu zu gucken. Wer Bock hat, kann selbst bei High tide hinunter springen. What a pity, bei uns war es noch nicht High tide :p

Ceningan Point:

Ein ehemaliger Secret Spot zum surfen, der aber mittlerweile in allen Guides steht. Sehr schöne linke Welle, die nach wie vor nicht so sehr die Crowd anzieht, wie die drei anderen Spots auf Lembongan.

Le Pirate Beach Club:

Gemäß sozialer Netzwerke DER Beachclub überhaupt. Wir waren etwas enttäuscht. Durchaus ist er niedlich angerichtet mit kleinen Holzhütten, in denen man auch übernachten kann. Um diesen Flair allerdings genießen zu dürfen hätten wir min. 150.000 IDR verzehren müssen und dann hätten wir auch einmal in den Pool springen dürfen.

Secret Beach:

Ein wortwörtlich geheimer Strand. Um zu ihm zu gelangen, muss man durch ein privates Resort laufen. Die Bucht sieht wirklich wunderschön aus, allerdings warnen Hinweisschilder davor aus sicherheitsgründen dort schwimmen zu gehen, weshalb wir dann auch schnell wieder weiter gezogen sind.

Nach Nusa Penida sind wir nicht gefahren damit wir einen Grund haben, wieder zu kommen 😉

 

 

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