Von Bangkok sind es kurze 80 Minuten Flugzeit bis in das gemütliche und ruhige Städtchen Chiang Rai. Der Flughafen hat im Domestic Terminal sogar nur ein Gepäckband, was auf die Größe der Stadt schließen lässt. Nach einer kurzen Wartezeit auf ein Taxi ging es direkt zu unserem Hostel, dem Moon House @ Clock Tower, das mitten im kleinen Stadtzentrum gelegen ist. Der Tower an sich ist ein sehr schöner in Gold gehaltener Uhrenturm, der Abends ein Musik-Lichterspiel von sich gibt. Nach einem sehr leckeren Abendessen im Siam Corner Restaurant (Sweet & Sour Chicken 100 Baht) sind wir auf den berühmten Nachtmarkt gegangen. Dieser ist tatsächlich wunderschön und besticht durch seine vielfältigen selbstgemachten Waren und zwei riesige offene Foodcorner. Wir empfehlen ganz klar den hinteren Foodmarket zu wählen, da hier u.a. auch Locals essen gehen und die Preise um einiges niedriger sind. Auf dem Markt kann man sich so richtig treiben lassen und all die Leckerein/Desserts schnabulieren, die gerade mal zwischen 10-25 Baht kosten.
Den nächsten Tag haben wir entspannt mit einem sehr guten Kaffee in der Jedyod Road (Kaffee Latte 40 Baht) gestartet.
Es standen der Wat Rong Khun (auch White Temple genannt) und der Khun Korn Watsserfall auf der Agenda. Um flexibel zu bleiben haben wir uns einen Roller gemietet, welche in ganz Chiang Rai 150 Baht/Tag kosten. Helme aufgesetzt und los ging die wilde Fahrt. Nach 30 Minuten und einem sehr entspanntem Verkehr kamen wir am White Temple an. Ein sehr junger Tempel (Baubeginn 1997), der vom thailändischen Architekten Chalermchai aus freien Stücken kostenlos als Opfergabe an Buddha konzipiert wurde. Es ist ein sehr schönes Gebäude, weil es ein wenig anders aussieht als all die anderen Tempel, die wir bisher in Südostasien besucht haben. Leider war er vom Tourismus sehr überfüllt, was die Atmosphäre etwas zerstört hat. Nach ein paar Fotos und einer vergeblichen Suche nach Informationsmaterial über den Tempel sind wir los zum Wasserfall. Wenn man auf dem Parkplatz des angrenzenden Wasserfalls ankommt, liegt ein noch ca 1400m langer Fussmarsch vor einem, bevor man den 70m hohen Wasserfall zu Gesicht bekommt. Der sehr gut definierte und abwechslungsreiche Pfad durch Berge und über Bambusbrücken hat uns fast besser gefallen als der Wasserfall an sich. Aber wahrscheinlich liegt es ein bisschen daran, dass man nach fast vier Monaten Asien schon einiges gesehen hat ☺ Unterm Strich ist er absolut einen Ausflug wert.

 

 

Am nächsten Tag wurde vieeel Zeit im Bus verbracht. Wir haben uns nämlich auf den Weg nach Pai gemacht. Durch schlechte Recherche unsererseits haben wir nicht daran gedacht, dass die Busse nur über Chiang Mai nach Pai fahren. Aber was solls, wir sind ja schließlich im Urlaub und haben Zeit!
Da wir uns zudem recht spontan nach Bustickets umgesehen haben, blieb es uns verwehrt mit dem „Vip-Bus“ zu fahren. Es hat sich trotz allem herausgestellt, das selbst die günstigste Kategorie (123THB) völlig ausreichend war, um uns einigermaßen komfortabel in 3 1/2 Std nach Chiang Mai zu bringen.
Obwohl die Strecke insgesamt gerade mal 300km umfasst, hat uns die Anreise fast einen ganzen Tag gekostet. Kaum in Chiang Mai angekommen saßen wir auch schon im Anschlussbus nach Pai (gegenüberliegender Terminal, weitere 150THB), der uns nach erneuten 3 1/2 kurvigen Stunden endlich ans Ziel brachte. Als wir in Pai ankamen, waren wir uns alle sofort einig: Hier werden wir uns wohl fühlen – das mussten wir natürlich gleich mit ein paar leckeren Chiang Bier feiern.
Pai besticht vor allem durch seine niedliche und gemütliche Dorfatmosphäre. Umgeben von einer traumhaften Berglandschaft, wunderschöner Natur und freundlichen Menschen blieben einem kaum Wünsche offen. Wir haben dort insgesamt 6 Nächte verbracht, hätten aber locker 2 Wochen bleiben können. Zufällig fiel das Loy Krathong Fest in diese Zeit, das als eines der schönsten und imposantesten Feste Thailands gilt. Es findet jedes Jahr in der Vollmondnacht des zwölften Mondmonats statt.
Eines der Höhepunkte dieses Festes waren die tausenden Heißluftpapierlaternen, die zum Himmel aufgelassen wurden und uns einen atemberaubenden Anblick boten. Aber auch die Muay Thai Kämpfe und bunten Strassenstände machten den Abend zu einem gelungenen Fest. Leider verflog unsere Zeit in diesem Paradies viel zu schnell und wir waren wieder auf dem Weg zurück nach Chiang Mai.

 

 

In Chiang Mai erwartete uns eine aufregende Nacht in einem echten Baumhaus. Ca. 2 Std Fahrtzeit mit dem Moped brauchten wir, bis wir im Rabeang Pasak Chiangmai Treehouse Resort angekommen waren. Das familiengeführte Resort liegt abseits jeglichen Trubels in einem kleinen Dorf. Wir hatten mega Glück und durften sogar aus vier verschiedenen Baumhäusern wählen. Timo und ich entschlossen uns für das Moon House. Chris & Maddy wählten das Bamboo House. Beide waren wunderschön – und wieder mussten wir dieses tolle Erlebnis mit ein paar Bieren feiern zelebrieren. Die Nacht war super gemütlich. Im Übrigen war das Abendessen, was man für 300 Baht dazubuchen konnte zwar ein bisschen teuer, aber dafür sehr gut. Wir kommen gerne wieder!

 

 

Eines unserer weiteren Chiang Mai Highlights war der Besuch des Elephant Nature Parks, welches ein Elefanten Rettungs- und Rehabilitationszentrum in Nord-Thailand ist. Dieser Park gewährt notleidenden Elefanten aus ganz Thailand Zuflucht und ist ein riesiges Gelände, in dem sich die Tiere endlich frei fühlen können. Umgeben von einem Fluss lädt dieser gerne mal zum täglichen Baden ein. Wir durften die Elefanten auch ein bisschen waschen.

Einer unserer Lieblings Elefanten war definitiv die „kleine“ Jokia. Sie ist den Großteil ihres Lebens durch die Torturen eines Trekking Elefanten gegangen. Tägliche Hiebe mit Metallhaken und widerliche Haltungsbedingungen haben sie über die Jahre leider erblinden lassen! –> Geht keine Elefanten reiten, dass ist nicht gut!
Nachdem Sie für ca. $25.000 freigekauft wurde, hat Sie jetzt ein wunderbares zu Hause und einen neuen Elefanten-Freund gefunden. Die beiden sind soooo süß zusammen! Eine der vielen Bestätigungen, dass die $100 für den Tag im Elephant Nature Park absolut sinnvoll sind.
Side Fact: So ein Elefant isst mindestens 18 Stunden am Tag (250kg Obst), schläft 4 Std und den Rest verübt er wahrscheinlich sein Geschäft (ganz der Timo)

 

 

Tipps, Ausflüge, Unterkünfte, Restaurant und Café Empfehlungen

Pai

Unterkünfte
Generell ist zu sagen, dass es in Pai eine unendliche Auswahl an Unterkünften gibt. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es gar nicht so schlimm ist ein paar Minuten außerhalb zu wohnen, da man eh ein Mopet braucht, um die wunderschöne Landschaft zu genießen. Da unsere erste Unterkunft leider nach vier Tagen ausgebucht war, mussten wir uns für zwei Nächte noch eine andere Bleibe suchen. Diese hat uns auf die östliche Seite des Pai Rivers gebracht. Unbedingt beide Seiten auschecken – Einfach ein Traum!

  • Happy House Bungalows: Erst seit knapp einem halben Jahr von einem Australier und seiner Thailändischen Frau übernommen worden. Beide waren vorher in der Hotellerie angestellt, was man durchaus gemerkt hat. Wahnsinnig schöne Anlage (siehe Fotos) und Top gelegen. Definitiv empfehlenswert, da das Preisleistungsverhältnis unschlagbar ist.
  • Pai Love & Baan Chonphao Resort: Super schicke kleine Bungalows direkt am Fluss gelegen. Die Empfangsdame war super freundlich und das Frühstück war ebenfalls ok. Es ist wirklich ein sehr romantisches Örtchen hier, da ab und zu Elefanten vorbei laufen – Leider nur die armen Tiere, die von unwissenden Touristen geritten werden! Anyway, es war auch hier ein super Preisleistungsverhältnis

Ausflüge

Pai Canyon: Ein toller Spot für ein bisschen herumwandern in der Natur. Zieht festes Schuhwerk an, da es an der einen oder anderen Stelle doch ziemlich gefährlich wird! Vor dem Sonnenuntergang zurück zu sein empfiehlt sich auch. Zum einen hat man dann etwas von dem Sunset und zum anderen läuft man nicht Gefahr, sich in der Dunkelheit zu verlaufen.

Mor Paeng Waterfall: Ein kleiner Wasserfall, der sich durch kleine Wasser-Terrassen auszeichnet. In der richtigen Saison kann man hier wohl über die glatten Felsen in die natürlichen Whirlpools rutschen. Für ein bisschen Sonnenbaden und schöne Fotos ist es absolut empfehlenswert. Auf dem Weg dorthin kommt man übrigens noch an einem Chinesischen Dorf vorbei. Wenn man durch dieses durchfährt, kommt man bei einem wunderschönen Aussichtspunkt raus, an dem man das komplette Tal überblicken kann.

Pam Bok Waterfall: Ein etwas größerer Wasserfall, in dem man auch schwimmen gehen kann. Bei uns war es leider ein bisschen überfüllt und das Wasser SEHR kalt – brrrr!

The Land Split: Nicht wirklich besonders, jedoch verteilt die Familie, der das Land gehört, lecker Obst und Hibiscussaft aus eigenem Anbau. Das Ganze basiert auf kleinen freiwilligen Spenden.

Coffee in Love: Ein sehr kitschiges Café südlich von Pai und eine ziemliche Touristenattraktion! Aber der Kaffee und die Aussicht waren einen Besuch wert.

Fluid Swimming Pool: Unweit von der Pai River Brücke liegt das kleine Schwimmbad. 60 Baht Eintritt und 50 Baht für einen Kaffee haben die kleine Erholung vom Sightseeing sehr günstig gestaltet. Wenn man mal ein wenig entspannen, Sonnenbaden und Schwimmen will ist man hier genau richtig.

Joggen/Sport am Morgen: Die Luft in den morgendlichen Stunden ist wahrscheinlich nirgendwo in Thailand besser als in Pai. Das war für uns definitiv ein Highlight.

Drinks & Food
Puh, wo fange ich nur an? Ein riesiges Angebot an Speisen und Cafés findet ihr eigentlich an jeder Ecke. Abends haben wir meistens auf dem Streetmarket gegessen. Unschlagbare Preise und Leckereien bis zum Umfallen haben uns hier immer wieder hergelockt. Zu empfehlen ist definitiv ein kleiner Stand, der chinesische Nudeln und Suppen verkauft hat (30-60 Baht). Wir haben die Mutti mit aufs Foto genommen – vielleicht erkennt der eine oder andere sie wieder. Den Ginger- und Lemongrasstee aus Bambusstämmen muss man auch probiert haben. Vor allen Dingen gibt es für 10 Baht einen Refill (sonst 25 Baht). Da wir soooo viele Läden ausprobiert haben und eigentlich nie enttäuscht wurden schreiben wir hier „nur“ unsere Lieblingsbäckerei und ein sehr schönes Restaurant in die Liste:

  • Cake Go O @ Pai Bakery: Diese Bäckerei weiß was sie tut und besticht durch süchtig machende süße Leckereien. Tipp: Abends wird vor dem Laden auf der Straße eine Tafel aufgebaut und alles teilweise zum halben Preis verkauft (z.B. Blueberry Muffin 35 Baht).
  • Thien Art Space Restaurant : Auf der östlichen Seite des Pai Rivers befindet sich das durch sehr spaciges Interieur bestechende Restaurant (direkt an der Hauptstraße). Sehr gutes Essen (Sweet & Sour Chicken 100 Baht), eine traumhafte Aussicht und einfach mal eine gute Abwechslung vom Straßenessen!